Maike Kunz
Kategorie: Privatwirtschaft
Human Resources "Early Talent" Programm der SAP

Maike Kunz

Nach dem Abitur war mir nicht ganz klar, welchen beruflichen Weg ich einschlagen sollte. Um ein breites Wissensspektrum aufzuweisen, habe ich mich zunächst für eine Mischung aus Jura und BWL entschieden. Nach einem Jahr wurde mir bewusst, dass ich dieses Fach nicht weiterführen möchte und habe aufgrund dessen an einer Studienberatung teilgenommen, die mich auf das Fach Soziologie gebracht hat.

Das führte mich zu meinem Bachelorstudium Soziologie mit dem Nebenfach Psychologie an der Universität Mannheim. Bereits während des Studiums konnte ich im Rahmen eines Praktikums und der anschließenden Werkstudententätigkeit bei SAP Berufserfahrung sammeln. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelors, habe ich in Heidelberg meinen Master fortgeführt, um im April 2017 fest bei der SAP in Walldorf als HR Early Talent einzusteigen. 

Was genau ist das HR Early Talent Programm?

Es handelt sich um ein einjähriges Traineeprogramm in Human Resources, wobei drei unterschiedliche Stationen im Unternehmen sowie eine im Ausland durchlaufen werden. Die Teilnehmer (je nach Jahrgang 10-15 globale Stellen) werden drei Monate in einem Center of Excellence (Bsp. Leadership, Learning), vier Monate als HR Business Partner (strategische Schnittstelle zwischen HR und Manager) und fünf Monate in Global Service Delivery (Bsp. Talent Acquisition, Total Rewards) eingesetzt. So kann man viele Erfahrungen sammeln und neue Kenntnisse erwerben, ein Netzwerk bilden und einen geeigneten Startpunkt nach dem Programm finden.

SAP als Arbeitgeber hat sich für mich als ideal herausgestellt. Ich schätze dort vor allem die Unternehmenskultur, die flachen Hierarchien und das vielfältige Career Development Angebot. Gerade für junge Talente, bietet die SAP exzellente Trainings- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten, um in dem jeweiligen Wunschbereich arbeiten zu können. Weiterhin gibt es vielfältige Benefits die im Karriereverlauf genutzt werden können (Mittagessen/ Getränke, Firmenwagen, Aktienprogramme, etc.).

Wie sind Sie an Ihre Stelle im HR Early Talent Programm der SAP gekommen?

Das einjährige Trainee Programm gibt es nun seit mehreren Jahren bei SAP. Es startet im April, das Bewerbungsverfahren startet zumeist ab Oktober des vorherigen Jahres und umfasst 3 Interviewrunden und einen CV-Check im Vorfeld. Da ich bereits im Unternehmen tätig war, hatte ich Kenntnis von den Vorteilen des Programms und dem mehrstufigen Bewerbungsverfahren auf das ich mich dementsprechend vorbereitet hatte. 

Haben Sie sich bereits im Studium auf den Bereich Human Resources spezialisiert? 

Bereits im Studium habe ich als Praktikantin und Werkstudentin bei SAP Arbeitserfahrung sammeln können. Vor allem die statistischen Kenntnisse sowie die praxisnahen Seminare haben mir zu Beginn durchaus geholfen. Eine Spezialisierung während des Studiums war jedoch weder in Mannheim, noch in Heidelberg möglich.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

Das Aufgabenspektrum ist sehr vielfältig, in meiner jetzigen HR Business Partner Rotation geht es zumeist um die strategische Planung von HR Prozessen in enger Zusammenarbeit der jeweiligen Manager im Bereich. Demnach verbringe ich die meiste Zeit mit inhaltlichen Themen, selten mit administrativen Prozessen. Diese Vielfältigkeit und Denkarbeit gefällt mir am besten, ich könnte mir keinen langweiligen Schreibtischjob vorstellen, in dem ich immer dasselbe machen müsste.

Genau diese Vielfalt an Tätigkeiten bringt auch Herausforderungen mit sich. In dieser Rolle lernt man nie aus, es gibt viele Veränderungen auf die man sich schnell umstellen und die man auch verstehen muss. Genau diese Aspekte lassen das Aufgabenfeld nie langweilig werden.

Wie bereits kurz erwähnt, konnte ich die praktischen Seminare sowie die statistischen Kenntnisse meines Studiums durchaus in meiner jetzigen Tätigkeit anwenden. Die vermittelten theoretischen Konzepte der Soziologie weisen meiner Meinung nach jedoch keine große Anwendung für das Arbeiten in einem großen Unternehmen wie der SAP auf, wobei mit dem im Studium erworbenen Hintergrundwissen aufkommende Themen einfacher zu verstehen sind.

Was raten Sie Studierenden, die sich für eine Stelle im HR-Bereich interessieren? 

Meiner Meinung nach ist das Sammeln von Berufserfahrung(en) schon während des Studiums ein entscheidender und wichtiger Punkt. Insofern es das Studium zulässt (bei mir war das der Fall), ist eine Tätigkeit als Werkstudent eine geeignete Art und Weise ein Unternehmen besser kennenzulernen und herauszufinden, wo man sich nach dem Studium beruflich orientieren möchte. Weiterhin hat man schon einen Fuß in der Tür und kann ein Netzwerk bilden, das einem in vielen Situationen weiterhelfen kann. 
 

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Veröffentlicht am: 19. Mai 2017